Forschen

In Deutschland erkranken jährlich circa 2.200 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre neu an Krebs. Damit ist Krebs die am häufigsten auftretende lebensbedrohende Erkrankung in dieser Altersgruppe. Primäres Ziel der Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder ist es, die Forschung im Bereich der Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter gezielt voranzutreiben, damit künftig alle jungen Patienten geheilt werden können und eine Chance auf ein Leben ohne Spätfolgen haben.

Überwindung von Resistenzen und Entwicklung neuer Therapiekonzepte

Krebserkrankungen bei Kinder unterscheiden sich in Ursachen, Häufigkeit und Verlauf grundlegend von Krebserkrankungen im Erwachsenenalter. Einige Krebsformen treten ausschließlich im Kindesalter auf.

Obwohl viele der kindlichen Krebsarten mittlerweile gut behandelbar sind, gibt es für einige andere Krebsformen immer noch keine wirksamen Therapien. Des Weiteren sind viele der aktuell gängigen Therapien mit weitreichenden Spätfolgen verbunden, mit denen die jungen Patienten häufig ihr Leben lang leben müssen.

Es ist traurige Realität, dass die Pharmaindustrie wegen geringer Wirtschaftlichkeit aufgrund der „niedrigen“ Fallzahlen wenig Interesse an der pädiatrischen Krebsforschung zeigt.

Damit eines Tages der Krebs bei allen Kindern besiegt werden kann und ein Leben ohne Beeinträchtigung der Lebensqualität für die Betroffenen möglich wird, gehen die Forschergruppen in unserem Haus folgenden Fragen nach:

  • Wie entsteht Krebs im Kinderalter?
  • Wie können die Heilungschancen verbessert und Spätfolgen vermieden werden?
  • Warum kommt es zu Resistenzen bei der Behandlung und wie können diese überwunden werden?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, stellt die Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder dem Interdisziplinären Labor für pädiatrische Tumor- und Virusforschung unter der Leitung von Prof. Dr. Jindrich Cinatl und dem an die Goethe-Universität Frankfurt angeschlossenen Institut für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie hochmoderne Labore mit neuester technischer Ausstattung zur Verfügung.

Das Interdisziplinäre Labor untersucht beispielsweise, warum Krebszellen bei einigen Kinderkrebsarten gegen eingesetzte Medikamente resistent werden und entwickelt daraus neue Strategien zur Überwindung dieser Resistenzen. Diese Forschungsarbeit erfolgt auf Basis einer von diesem Labor etablierten, weltweit einzigartigen Zellbank.

Das Institut für Experimentelle Tumorforschung geht unter anderem der Frage nach, warum das natürlich vorgesehene „Selbstmordprogramm“ für Krebszellen bei Kindern und Jugendlichen nicht funktioniert.

Die Arbeit der Wissenschaftler im Forschungshaus der Stiftung erfolgt in enger Anbindung und in intensivem Austausch mit Ärzten und Forschern des Universitätsklinikums Frankfurt am Main.

Ein weiteres wichtiges Anliegen der Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder ist die Förderung des  wissenschaftlichen Nachwuchses.  So verleiht sie seit 2008 den Dr. Maresch-Klingelhöffer-Preis für die beste Arbeit von jungen Nachwuchswissenschaftlern in der Kinderkrebsforschung oder angrenzenden Fachgebieten.

Dr. Maresch-Klingelhöffer-Preis

Der Dr. Maresch-Klingelhöffer-Preis wird seit 2008 von der Frankfurter Stiftung für kebskranke Kinder ausgeschrieben. Er hat seinen Ursprung in einer Zustiftung des Ehepaars Dr. Otto Maresch und Doris Maresch-Klingehöffer. Die mit 10.000 Euro dotierte Ehrung zeichnet die beste Arbeit von jungen Nachwuchswissenschaftlern in der Kinderkrebsforschung und angrenzenden Fachgebieten aus.

2019 erhielt Dr. Constanze Schneider den Preis für ihre wissenschaftliche Arbeit über die Identifizierung eines Biomarkers. Mit dessen Hilfe kann unter anderem die Wirksamkeit des Standard-Chemotherapeutikums Cytarabin bei Patienten mit einer akuten myeleoischen Leukämie (AML) vorhergesagt werden.

(Im Bild v. l.: Prof. Dr. Jindrich Cinatl, Dr. Constanze Schneider, Dr. med. Jürgen Vogt)

Kontakt

Frankfurter Stiftung
für krebskranke Kinder

Komturstraße 3a
60528 Frankfurt

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Fax 069 678665-94

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