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Forscher der Klinik für Kinder und Jugendmedizin und des Instituts für Experimentelle Pädiatrische Hämatologie und Onkologie identifizieren potenzielle Behandlungsziele im nicht-kodierenden Teil des Leukämiegenoms

Prof. Dr. Jan-Henning Klusmann und Prof. Dr. Dirk Heckl

Eine neue Studie unter Federführung von Prof. Dr. Jan-Henning Klusmann und Prof. Dr. Dirk Heckl identifiziert und charakterisiert den MYNRL15 DNA-Bereich (Lokus) und gewährt dabei wichtige neue Einblicke in die essenzielle Rolle des nicht-kodierenden Genoms bei der myeloischen Leukämie.

Die klassische Sicht auf das Genom berücksichtigt nur 2% seiner gesamten Größe, und zwar den Protein-kodierenden Bereich. Nach aktuellem Stand der Forschung geht man jedoch mehrheitlich davon aus, dass auch die verbleibenden, nicht-kodierenden 98% eine hohe Aktivität aufweisen und damit eine wichtige Rolle für die Zellentwicklung und das Zellverhalten spielen. Dieser nicht-kodierende Teil ist bisher funktionell weitgehend unerforscht, insbesondere was die Entwicklung der akuten myeloischen Leukämie (AML) angeht.

In einem umfangreichen Studienansatz auf Basis einer detaillierten Kartierung nicht-kodierender RNAs in gesunden und malignen Zellen in Kombination mit funktioneller Genomik ist es den beiden Arbeitsgruppen nun gelungen, entscheidende neue Erkenntnisse zur Rolle dieser nicht-kodierenden RNAs und ihrer Ursprungsorte im Genom zu gewinnen. Besonders augenfällig war dabei der MYNRL15 Lokus, der selektiv eine maßgebliche Rolle für das Überleben myeloischer Leukämiezellen spielt. Mechanistische Studien zeigten dabei auf, wie der MYNRL15 Lokus über die 3D-Regulation des Genoms überlebenswichtige Funktionen von Leukämiezellen steuert, und wie der Eingriff in diese Zellfunktionen eine neue vielversprechende therapeutische Option der Zukunft darstellen könnte.

Über die wissenschaftlichen Erkenntnisse hinaus unterstreicht die Studie, wie die kliniknahe Grundlagenforschung durch Kooperation kinderonkologisch fokussierter Institute an der Goethe Universität Frankfurt neue Wege für ein besseres Verständnis und eine gezielte Behandlung kindlicher Leukämien eröffnet.

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